Bunter Alltagszauber: Ein dokumentarisches Familienshooting in Berlin

Es ist Mitte Juli, die heiße Nachmittagssonne brennt vom Himmel auf Berlin. Bei über 30 Grad mache ich mich auf den Weg zu einem dokumentarischen Familienshooting bei einer lieben Familie im Südosten Berlins.

Wünsche und Vorfreude

Wie immer, hatten wir vorab die Wünsche der Familie besprochen. Sie hatten gar keine besonderen Vorstellungen und so ergab sich im Gespräch, dass ich die kleine Familie beim Kochen und Abendessen begleiten würde. Die Mama teilte mir mit, dass der gemeinsame Sohn und auch ihr Freund/Bald-Ehemann beim Familienshooting dabei sein werden. Darüber hatte ich mich besonders gefreut, denn oft haben die Partner eher keine Lust auf Fotos. Das finde ich immer unheimlich schade – vor allem für die Familien selbst. Es gibt keine entspanntere Gelegenheit als eine dokumentarische Familienreportage, damit ihr mal alle gemeinsam auf Fotos zu sehen seid. 😉

Ankommen

Aber zurück zum Shooting-Tag. Nach einem schweißtreibenden Spaziergang von der Bushaltestelle zum Haus der Familie bin ich froh, dass wir den restlichen Nachmittag drinnen verbringen. Im frisch renovierten Haus ist es doch wesentlich angenehmer als draußen in der Glut.

Wir setzen uns für ein paar Minuten gemeinsam ins Wohnzimmer, also die Eltern und ich. Junior schläft gerade noch. Das ist für ihn so spät am Nachmittag sehr untypisch, erklärt mir die Mama. Kein Problem. So kann ich mich mit Wasser erholen und wir lernen uns ein bisschen kennen. Ich erfahre, dass wir uns im früheren Elternhaus befinden und der Einzug noch nicht lange her ist. Dafür sieht es schon sehr wohnlich aus, denke ich.

Wake up, little sunshine!

Nach ein paar Minuten begleite ich die Mama nach oben ins dunkle Schlafzimmer. Während ich noch buchstäblich im Dunkeln tappe, zieht sie die Rollläden hoch und geht schließlich aufs Babybett zu. Sie weckt sanft ihren schlafenden Spatz und ich halte mich erstmal ein wenig im Hintergrund. Das ist immer ein spannender Moment: Wie reagiert dieser kleine Mensch wohl auf mich? In diesem Fall war es verschlafene Verwunderung, würde ich sagen.

Leicht verstohlene Blicke werden in meine Richtung geworfen, während Mama mit Junior auf dem Arm Richtung Wickelkommode geht. Frische Windel muss natürlich sein. Die Neugier wird allmählich größer, von fremdeln keine Spur. Feuerprobe habe ich anscheinend bestanden.

Die frische Windel sitzt als Papa gerade nach oben kommt. Zeit für ein Wiedersehens-Kuscheln nach dem Mittagsschlaf. Hach, da geht mir das Herz auf. So ein banaler Moment eigentlich, passiert jeden Tag. Aber denkst du jemals daran, auch mal ein Foto davon für später zu machen?

Malstunde mal anders

Wir gehen zusammen nach unten. Im Wohnzimmer werden die Spielsachen rausgekramt und ich erfahre, dass heute noch etwas ganz Besonderes geplant ist. Mama fiel nämlich ein, dass sie noch ein unbenutztes Mal-Set hat, mit dem Hände und Füße auf dazugehörigen Vorlagen verewigt werden können. Das hatte sie sich schon ewig vorgenommen und nun, mit fotografischer Begleitung, wollte sie es endlich mal umsetzen. Wie cool ist das bitte?! Ich bin Anlass für lang gehegte Vorsätze. Find ich super.

Während Mama alles zusammensucht, krabbelt Junior unter väterlicher Aufsicht in den Flur und die Treppe nach oben. Wieder runter und noch mal hoch. Diesen Bewegungsdrang von Kindern finde ich immer bewundernswert. XD

Und dann kann die Malstunde auch schon losgehen. Als ich ins Wohnzimmer komme, sehe ich nicht nur die Farbtuben und Vorlagen auf dem Tisch liegen, sondern auch einen Gipsabdruck des Schwangerschaftsbauchs. Der Plan lautet: Juniors Füßchen und jeweils eine Hand von Mama und Papa sollen auf dem Bauch verewigt werden. Na dann los!

Mama und Papa überlegen sich noch die Anordnung, Junior macht sich schon mal mit den Farben vertraut. Da wusste er noch nicht, dass die demnächst auch seine Füßchen zieren sollen. Spoiler-Alarm: Das fand er nämlich nicht mehr so lustig. Bei Papa auf dem Arm wird es plötzlich viel zu eng als Mama mit der Farbtube den Fuß bemalt. Da kullern schon mal ein paar Wuttränchen die Wange hinunter. Aber alles halb so wild, ist schon wieder vorbei. Zugucken, wenn Mama und Papa die Farbe auf ihren Händen verteilen, ist jedenfalls vollkommen ok. Da strahlt auch Junior wieder mit der Sonne um die Wette.

Küchenparty

Inzwischen ist es früher Abend (für Kleinkind-Verhältnisse). Zeit, Dinner vorzubereiten. Also ab in die Küche! Vor der Arbeitsplatte steht schon ein Lernturm bereit, in dem Junior nicht nur beim Kochen zuschauen, sondern natürlich auch tatkräftig mithelfen kann. Heute gibt es Kartoffeln, Brokkoli und Lachs. Kartoffeln werden begutachtet und Brokkoli angeknabbert. Qualitätskontrolle ist wichtig.

Und ich stehe mit in der Küche und beobachte, wie Mama und Papa zwischen Schnippeln und Kochtöpfen auch noch Junior nebenbei betreuen. Wie schafft ihr das bloß?! Mir fällt plötzlich wieder ein, wie meine Schwester, ihr Mann und mein Neffe – damals im selben Alter wie Junior hier – mal bei meinem Freund und mir zu Besuch waren. Wir hatten ebenfalls gekocht an dem Abend und mein Neffe klammerte sich an mein Bein, weil er auf meinen Arm wollte. Das war aber schwierig, ich war voll am Wuseln in der Küche. Mein Schwager hatte ihn unter lautstarkem Protest von meinem Bein losgeeist und auf den Arm genommen. Ich konnte dann weiterwuseln.

Den Luxus einer dritten Person im Raum haben Mama und Papa hier vor mir nicht. Gut, das stimmt nicht ganz. Ich bin ja die dritte Person. Also lenke ich Junior ein bisschen mit der Kamera ab. Und dann ist auch schon die Schublade interessanter, besonders der Pfannenwender.

Während das Dinner allmählich Formen annimmt, tauscht Junior den Lernturm auch mal mit Mamas Arm und Papas Schultern. Wir gucken uns Fotos am Kühlschrank an und dann wird der Tisch gedeckt. Junior fallen beim Platzieren im Kinderstuhl schon fast die Augen zu. Kein Wunder, es ist schon fast um sechs inzwischen.

Der Tag neigt sich dem Ende

Jetzt wird endlich gegessen. Also fast. Die Kartoffeln sind noch zu heiß – versteht Junior gar nicht. Kleines Drama. Ist aber auch gemein, wenn man eh schon total k. o. ist. Aber dann geht‘s los und alle sind zufrieden. Ich mache noch ein paar Fotos von der kreativen Dinner-Anordnung auf Juniors Tischplatte und lege die Kamera für den Rest des Abendessens zur Seite.

Nun ist es höchste Zeit fürs Bettchen. Papa geht gleich mit Junior nach oben zum Wickeln und Hinlegen. Zum Abschied sagt er mir, er fand es super angenehm und hätte gar nicht richtig gemerkt, dass ich fotografiert habe. Das macht mich sehr glücklich, denn so soll es sein.

Mama ist total lieb und fährt mich noch zum nächsten S-Bahnhof, so dass ich nicht auf den Bus warten muss. Wir unterhalten uns noch kurz über die bevorstehende Hochzeit im Standesamt und dann heißt es schon, schnell raushüpfen aus dem Auto.

In der S-Bahn sitze ich mal wieder ganz beseelt und bin dankbar, für einen Moment in euren Familienalltag eintauchen zu dürfen. Die Zeit geht jedes Mal so schnell vorbei.

Wenn du jetzt auch Lust bekommen hast, eure ganz persönliche Familiengeschichte bei einem dokumentarischen Familienshooting in Berlin festzuhalten, schreib‘ mir einfach! Ich freue mich auf euch! Du brauchst noch mehr Inspiration? Dann schau gern mal in mein Portfolio!

Und falls du dich gefragt hast, warum das Gesicht von Junior gar nicht zu sehen ist, lies gern hier weiter.

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