Ihr wollt also ein Familien-Fotoshooting buchen. Gute Entscheidung! 😌 Aber nun stehst du vor dem nächsten Problem: Wie und wo anfangen mit Suchen? Und was bedeuten diese ganzen Begriffe eigentlich? Homestory, Lifestyle-Familien-Fotoshooting, dokumentarisches Fotoshooting, Reportage? Das Angebot der Familienfotografie kann ziemlich schnell unübersichtlich werden.
Ich möchte in diesem Blogbeitrag ein bisschen Licht ins Dunkel bringen und dir die Suche nach eurer persönlich idealen Familienfotografin in Berlin und Umgebung erleichtern. Los geht’s!
Schritt 1: Definiere deine Vorstellungen und Bedürfnisse
Bevor du dich auf die Suche nach einer Familienfotografin machst, nehmt euch einen Moment Zeit, um über eure Vorstellungen und Bedürfnisse nachzudenken.
Wie sollen die Fotos aussehen? Möchtet ihr lieber ehrliche Bilder, die euer Leben ganz ungeschminkt widerspiegeln? Oder wünscht ihr euch gestyltere Aufnahmen, die euch geschickt ins rechte Licht rücken?
Denkt auch darüber nach, wo ihr euch am wohlsten fühlt. Draußen in der Natur, zu Hause in euren eigenen vier Wänden oder vielleicht in einem schicken Studio? Oder wünscht ihr euch Fotos an einer Location in Berlin, die eine persönliche Bedeutung für euch hat?
Und was wollt ihr mit den Fotos machen? Geht es um ein Familienalbum, Einladungskarten oder wollt ihr sie groß an die Wand hängen? Davon kann auch abhängen, welcher Stil besser zu euren Wünschen passt.
Mach dir auch Gedanken über euer Budget. Die Preise für Familienfotografie können je nach Stil, Umfang des Shootings und inkludierter Leistungen variieren. Sei dir darüber im Klaren, dass Familienfotografinnen ein Handwerk ausüben und qualitativ hochwertige, professionelle Arbeit nicht das Label „günstig“ haben wird.
Je besser ihr wisst, was ihr wollt, desto einfacher wird es sein, die richtige Fotografin zu finden, die euren Vorstellungen entspricht. Also, schnapp dir deine Familie und macht euch Gedanken darüber, was euch wichtig ist!
Schritt 2: Vergleiche verschiedene Familienfotografie-Stile
In der Familienfotografie gibt es ganz verschiedene Stile und Herangehensweisen. Dadurch ist das Genre auch teilweise schwer zu überblicken, wenn man sich zum ersten Mal damit befasst.
Folgend habe ich zwei der prägnantesten Strömungen der Familienfotografie für dich skizziert. Es ist hilfreich, sich mit diesen vertraut zu machen, um herauszufinden, was am besten zu euch passt.
Lifestyle-Familienfotografie

Beim Lifestyle-Fotoshooting geht es darum, eure Familie in einer entspannten Umgebung zu fotografieren, sei es zu Hause, in einem Park oder an einem Ort, der euch wichtig ist.
Die Fotografin wird euch während des Familien-Fotoshootings anleiten und euch dabei helfen, euch wohlzufühlen. Sie macht Witze, bringt die Kinder zum Lachen, stellt euch Fragen, damit ihr miteinander Spaß habt. Und sie achtet sowohl im Vorhinein als auch während des Shootings auf viele Details: Zum Beispiel gibt sie euch wahrscheinlich Tipps für eure Kleiderwahl, so dass eure Outfits harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Sie schaut nach idealen Lichtverhältnissen und räumt störende Dinge aus dem Bild, den leeren Joghurtbecher zum Beispiel.
Die entstehenden Fotos werden trotz der Anleitung natürlich und ungezwungen wirken. Trotzdem bleibt eine gewisse Inszenierung bestehen. Der Fokus der Lifestyle-Familienfotografie liegt darauf, positive Erinnerungsstücke zu zaubern, die euch (und ggf. euer Zuhause) von eurer Schokoladenseite zeigen.
Dokumentarische Familienfotografie

Genau wie ein Lifestyle-Fotoshooting findet auch ein dokumentarisches Familienshooting bei euch zu Hause, draußen oder an einem anderen Ort statt, der euch wichtig ist. So weit, so gleich.
Was die dokumentarische Familienreportage unterscheidet, ist die Rolle der Fotografin. Sie rückt vollkommen in den Hintergrund und ist nur eure stille Beobachterin. Sie wird euch nicht anleiten, nicht empfehlen, was ihr anziehen solltet und auch keine Möbel verrücken, weil dann das Licht besser ist.
Der Fokus eines dokumentarischen Fotoshootings liegt auf der Geschichte eurer Familie. Es geht nicht darum, perfekte Fotos zu machen. Stattdessen geht es um ehrliche Momente eures Familienlebens. Die mit eurer Schokoladenseite – aber auch die anderen. Die Momente mit Wut im Bauch. Die Momente voller Erschöpfung. Die Momente des Chaos und der Hektik.
Ein dokumentarisches Familien-Fotoshooting hält alle Facetten eures Familienalltags fest. Die guten wie die anstrengenden. Was die dokumentarische Familienfotografie sonst noch ausmacht und wie ihr euch am besten darauf vorbereiten könnt, habe ich hier ganz genau aufgeschrieben.
Bonus-Tipps
Soweit zu den Basics. Aber bei deiner Recherche nach eurer idealen Familienfotografin stolperst du eventuell auch noch über diese Begriffe:
Wie der Name schon sagt, geht es darum, dass die Fotografin zu euch nach Hause kommt fürs Fotoshooting. Das war aber schon alles. Ob das Shooting dann eher Lifestyle oder dokumentarisch sein wird, ist damit nicht geklärt. Sofern du das nicht eindeutig anhand der Website feststellen kannst, frag auf jeden Fall vorab nach, um Missverständnisse und Enttäuschungen zu vermeiden.
Die Reportage ist eigentlich ein journalistisches Format und beschreibt eine Berichterstattung direkt vor Ort des Geschehens. Die Bericht erstattende Person gibt dabei eigene Wahrnehmungen wieder, aber bewertet das Geschehen nicht. Insofern entspricht eine Reportage eher der dokumentarischen Familienfotografin, da auch diese nah dran ist, aber nur beobachtet. Auch hier gilt: Frag im Zweifel bei der Fotografin nach, wie sie arbeitet, falls das von der Website nicht hervorgeht.
Nun kannst du deine Recherche hoffentlich gezielter starten.
Aber Achtung: Die Grenzen zwischen Lifestyle- und dokumentarischer Familienfotografie sind manchmal fließend. Eine Lifestyle-Fotografin lässt euch auch einfach mal machen. Und eine dokumentarische Familienfotografin wird euch trotzdem fotografieren, auch wenn ihr bewusst entschieden habt, gemeinsam den Hügel runterzurennen und euch davon Fotos wünscht.
Es gibt auch Fotografinnen, die verschiedene Stile anbieten und sich vollkommen auf die Wünsche ihrer Kundinnen einstellen. Und dann gibt es aber auch Fotografinnen, die sich – wie ich – vollkommen einer bestimmten Herangehensweise verschrieben haben (ich mach aber auch mal am Ende ein gestelltes Foto für Oma, wenn ihr das braucht).
Ein letzter Tipp: Es gibt natürlich noch viele weitere Stile, vom klassischen Familienfoto im Studio bis zur Kunstfotografie (z. B. aufwendiges Vintage-Setting). Ich habe hier nur die beiden geläufigsten Formen der Familienfotografie vorgestellt.
Also: Überlegt, welcher Stil am besten eure Persönlichkeit und eure Vorlieben widerspiegelt, und schon kann die Suche losgehen.
Schritt 3: Recherchiere Familienfotografinnen

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Zeit, ein wenig Detektivarbeit zu leisten, um eure ideale Familienfotografin zu finden.
Frag Verwandte und Bekannte
Du kannst deine Suche starten, indem du erstmal Verwandte und Bekannte nach persönlichen Empfehlungen fragst. Bedenke dabei, dass du schon eine bessere Vorstellung davon hast, wonach du suchst. Du kennst eure Wünsche und die groben Stil-Richtungen der Familienfotografie. Diese Informationen solltest du unbedingt erwähnen, um möglichst zielgerichtet zu suchen.
Denk daran, dass die genannten Empfehlungen nicht zwangsläufig auch deiner idealen Familienfotografin entsprechen.
Suche online, aber richtig
Darum mein Tipp: Weite deine Suche online aus. Nutze Suchmaschinen, Maps oder stöbere durch Social-Media-Plattformen wie Instagram und Facebook.
Achte nur darauf, nicht zu allgemeine Suchbegriffe zu nutzen, sondern werde möglichst konkret. Hänge auf jeden Fall deine Stadt oder sogar deinen Bezirk an. Gib Suchbegriffe wie „Familienfotografin in Berlin“ ein oder suche gezielt nach deinem bevorzugten Stil, also bspw. „dokumentarische Familienfotografie Berlin“.
Check ihre Websites aus
Sobald du eine Liste potenzieller Fotografinnen hast, schau dir ihre Websites genauer an. Social Media ist schön und gut, aber der Heimathafen der Online-Präsenz bleibt die Website.
Sieh dir als erstes das Portfolio der Fotografin an. Spricht dich ihr Stil an? Gefällt dir die Art und Weise, wie sie Momente einfängt? Es ist unheimlich wichtig, dass ihr euch mit ihrer Bildersprache identifizieren könnt. Falls du bestimmte Situationen vermisst, frag ruhig nach. Ich zum Beispiel habe bisher noch keine Neugeborenen-Fotos in meinem Portfolio. Das hat sich bisher noch nicht ergeben. Aber das heißt nicht, dass euch nicht im Wochenbett besuchen komme. Es wäre mir eine Ehre.
Lies die Über-mich-Seiten und informiere dich genau über ihre Arbeitsweise und Preise. Achte darauf, wie ein Familien-Fotoshooting bei ihnen abläuft und welche Pakete sie anbieten. Mach dich mit möglichen Zusatzleistungen bzw. Extras vertraut, z. B. Fotoalben, Prints, Zusatzkosten für bestimmte Leistungen (weitere Personen, längere Shooting-Dauer, weitere Fotos, Downloads…).
Natürlich kannst du für einen ersten Eindruck auch Testimonials bisheriger Kundinnen lesen. Lass dich aber nicht dazu verleiten, diese als einzigen Maßstab anzusetzen.
Außerdem können dir noch folgende Fragen bei der Entscheidungsfindung helfen: Wirkt die Website professionell und vertrauensvoll? Ist dir die Fotografin sympathisch? Erfährst du etwas von ihrer Persönlichkeit? Was ist ihr wichtig, wofür steht sie?
Je mehr Informationen du auf der Website findest, desto sicherer kannst du schon im Vorhinein sein, was dich bei der Fotografin erwartet. So vermeidest du böse Überraschungen. Außerdem musst du umso weniger Energie und Zeit investieren, um die für euch richtige Familienfotografin zu finden.
Denk daran, dass die Recherche trotzdem etwas Zeit braucht.
Wenn du dich für zwei bis drei Familienfotografinnen entschieden hast, die dir gefallen, geht es an die Kontaktaufnahme.
Schritt 4: Kontaktiere deine Favoritinnen

Manche Informationen erhältst du auch auf der informativsten Website nicht. Das betrifft besonders deinen Wunschtermin und ob dieser noch verfügbar ist.
Also schreib deinen zwei bis drei Favoritinnen eine Nachricht über ihr Kontaktformular oder kontaktiere sie anderweitig.
Vereinbare ein Erstgespräch
Die Fotografin wird sich in der Regel innerhalb von 2 bis 4 Tagen bei dir melden und ein kostenfreies, unverbindliches Kennenlerngespräch oder eine Beratung per E-Mail anbieten. So mache ich das und viele andere Familienfotografinnen tun das ebenfalls.
Schreib dir am besten vor dem vereinbarten Termin alles auf, was du noch wissen möchtest.
Lernt einander kennen
Während des Gesprächs könnt ihr euch gegenseitig ein bisschen besser kennenlernen.
Frag die Fotografin alles, was dir auf dem Herzen liegt. Seien es Fragen zu ihrem Stil, ihrer Arbeitsweise oder wie sie typischerweise Fotoshootings gestaltet. Erkundige dich auch über Storno- und Umbuchungsbedingungen. Werden alle deine Fragen beantwortet? Decken sich die Antworten mit dem, was auf der Website steht?
Achte auch darauf, ob die Fotografin mehr über dich und deine Familie erfahren möchte.
Vergiss nicht, auch über deine eigenen Wünsche und Bedenken zu sprechen. Vielleicht hast du besondere Vorstellungen oder möchtest bestimmte Momente einfangen. Eine professionelle Fotografin wird dir offen mitteilen, ob du bei ihr mit deinen Ideen an der richtigen Stelle gelandet bist.
Am Ende des Gesprächs wirst du ein viel besseres Gefühl dafür haben, ob diese Familienfotografin die richtige für euch ist. Vertraue dabei auch auf dein Bauchgefühl – oft spüren wir intuitiv, ob die Chemie stimmt und wir uns gut aufgehoben fühlen.
Und denk dran: Das Kennenlerngespräch ist auch eine großartige Gelegenheit, um herauszufinden, ob die Fotografin dich und deine Familie versteht und einfühlsam mit euch umgeht.
Schließlich geht es nicht nur darum, schöne Fotos zu machen. Ihr sollt euch in erster Linie wohlfühlen und Spaß während des gesamten Prozesses haben.
Schritt 5: Entscheide dich und buche
Nachdem du verschiedene Familienfotografinnen kontaktiert und kennengelernt hast, ist es Zeit, eine Entscheidung zu treffen und euer Familien-Fotoshooting zu buchen.
Reflektiere noch einmal alle Informationen, die du gesammelt hast. Welche Fotografin hat am besten zu euren Vorstellungen, Bedürfnissen und Persönlichkeiten gepasst? Wer hat euch mit ihrer Professionalität, Kreativität und Einfühlsamkeit überzeugt? Und mit welchen Fotografinnen hast du einen Termin gefunden, der euch gut passt?
Wenn du dir unsicher bist, scheue dich nicht davor, nochmals Fragen zu stellen oder zusätzliche Informationen anzufordern. Es ist wichtig, dass du dich vollkommen wohl und sicher fühlst mit deiner Wahl.
Sobald du dich entschieden hast, kontaktiere die ausgewählte Fotografin und vereinbare bzw. bestätige den angefragten Termin für euer Familien-Fotoshooting. Stelle sicher, dass alle Details besprochen sind und kläre eventuelle Fragen im Voraus.
Fazit
Die Suche nach eurer idealen Familienfotografin kann zunächst überwältigend sein. Es lohnt sich aber, sich im Vorhinein genug Zeit für die Recherche zu nehmen. Indem du die oben genannten Schritte befolgst und deine eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse berücksichtigst, kannst du sicherstellen, dass du die bestmögliche Fotografin für euer Familien-Fotoshooting findest.
Also, worauf wartest du noch? Nutze die Tipps aus diesem Artikel, um deine Suche zu beginnen und eure ideale Familienfotografin zu finden! Buche euer Fotoshooting und freu dich darauf, kostbare Momente eurer Familie für morgen (und übermorgen) zu bewahren.






