Kennenlernen leicht gemacht
Wir hatten vorab schriftlich ihre Wünsche besprochen und wie so ein dokumentarisches Familien-Fotoshooting eigentlich abläuft.
Ich erklärte ihr, dass die Fotos vollkommen spontan aus dem Moment heraus entstehen, ohne jegliches Dirigieren oder Eingreifen meinerseits. Sie konnte sich das erstmal nicht so recht vorstellen und fragte mich, ob ich denn ansprechbar sei während des Fotoshootings. Die Frage ist natürlich berechtigt! Und so erklärte ich ihr, dass ich selbstverständlich auch reagiere, wenn ich angesprochen werde. Ich halte mich zwar dezent im Hintergrund, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht miteinander sprechen können. 🙂
Aber zurück zu den Wünschen der Kundin. Eigentlich hatte sie nur einen: Fotos vom Kinderzimmer ihrer Tochter. Und davon abgesehen war sie sehr entspannt, wie sie sagte. Diesen Wunsch wollte ich ihr natürlich zu gern erfüllen.
Ich fühle mich jedes Mal zutiefst geehrt, wenn ihr mich in eure Wohnung einladet. Das ist so ein intimer Ort. Da durchströmt mich pure Dankbarkeit für so viel Vertrauen.
Am Fotoshooting-Tag klingele ich bei der Kundin zur verabredeten Zeit. Ich betrete das typische Berliner Altbau-Treppenhaus und steige die Treppen hoch. An der Wohnungstür begrüßt mich meine Kundin. Für mich als schüchterner Mensch ist jeder erste Moment mit einer neuen Familie ein kleines Abenteuer. Doch in der Regel vergesse ich meine Aufregung schnell und freue mich einfach, euch endlich kennenzulernen.