Familien-Fotoshooting in Berlin: Es lebe der Alltag!

Es ist ein ganz gewöhnlicher Donnerstagnachmittag im April. Die Sonne kämpft sich durch die Wolken und taucht Berlin in sanftes Licht.

An diesem Tag hatte ich das Vergnügen, eine liebe Kundin bei einem ganz besonderen Familien-Fotoshooting zu begleiten.

Kennenlernen leicht gemacht

Wir hatten vorab schriftlich ihre Wünsche besprochen und wie so ein dokumentarisches Familien-Fotoshooting eigentlich abläuft.

Ich erklärte ihr, dass die Fotos vollkommen spontan aus dem Moment heraus entstehen, ohne jegliches Dirigieren oder Eingreifen meinerseits. Sie konnte sich das erstmal nicht so recht vorstellen und fragte mich, ob ich denn ansprechbar sei während des Fotoshootings. Die Frage ist natürlich berechtigt! Und so erklärte ich ihr, dass ich selbstverständlich auch reagiere, wenn ich angesprochen werde. Ich halte mich zwar dezent im Hintergrund, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht miteinander sprechen können. 🙂

Aber zurück zu den Wünschen der Kundin. Eigentlich hatte sie nur einen: Fotos vom Kinderzimmer ihrer Tochter. Und davon abgesehen war sie sehr entspannt, wie sie sagte. Diesen Wunsch wollte ich ihr natürlich zu gern erfüllen.

Ich fühle mich jedes Mal zutiefst geehrt, wenn ihr mich in eure Wohnung einladet. Das ist so ein intimer Ort. Da durchströmt mich pure Dankbarkeit für so viel Vertrauen.

Am Fotoshooting-Tag klingele ich bei der Kundin zur verabredeten Zeit. Ich betrete das typische Berliner Altbau-Treppenhaus und steige die Treppen hoch. An der Wohnungstür begrüßt mich meine Kundin. Für mich als schüchterner Mensch ist jeder erste Moment mit einer neuen Familie ein kleines Abenteuer. Doch in der Regel vergesse ich meine Aufregung schnell und freue mich einfach, euch endlich kennenzulernen.

Ein magisches Kinderzimmer

Familien-Fotoshooting Berlin. Auf dem Standspiegel im Kinderzimmer ist eine Sonne aufgemalt.
Die Sonne lacht bei diesem dokumentarischen Familien-Fotoshooting in Berlin.

Meine Kundin zeigt mir als erstes das Kinderzimmer ihrer Tochter und da verstehe ich schnell, warum sie es gern auf Fotos festhalten will. So ein zauberhafter Ort voller Persönlichkeit und Geschichten! Sie sagt, sie hätte sich hier kreativ ausgetobt und das kann ich sofort erkennen.

Jede Ecke ist besonders. Es gibt zarte, farbige Wände mit Bordüren und Lichterketten, eine Hängeschaukel baumelt von der Decke, ein kleines Tipi steht vor einem Bett mit Baldachin, ein großer Spiegel lehnt an der Wand und der Wickeltisch steht in einer anderen Ecke. Und natürlich finden auch Bücher und Spielsachen ihren Platz. Was für ein liebevoll eingerichtetes Kinderzimmer, denke ich.

Auf in die Kita!

Nun fehlt nur noch das Kind. Und das holen wir jetzt aus der Kita ab. Wir fahren zehn Minuten mit dem Auto und dann warte ich geduldig in der Garderobe auf Mama und Tochter.

Es steht ein weiterer spannender Moment an: Wie reagiert die kleine Maus auf mich, diese fremde Frau mit der Kamera? Oft ist es im ersten Moment eine Reaktion zwischen erstaunt und schüchtern. Dann werden erstmal verstohlene oder gar skeptische Blicke in meine Richtung geworfen. 🙂 Das ist ja ganz normal. Darum halte ich mich erstmal ein wenig zurück mit dem Fotografieren und beobachte einfach nur. Meistens dauert es auch gar nicht lange bis sich die erste Überraschung legt und ich einfach als Besuch akzeptiert werde.

Im Fall dieser süßen Einjährigen in der Kita-Garderobe dauert es aber ein wenig länger – und auch das ist vollkommen ok. Sie schüttelt öfter den Kopf und sieht mich dabei an. Das ist für mich Zeichen genug, mich zurückzuhalten und mit etwas Abstand zu fotografieren. Dann konzentriere ich mich erstmal auf Details und warte einen Moment ab, in dem sie beschäftigt ist oder mir den Rücken zuwendet. Auch in solchen Augenblicken entstehen bedeutungsvolle Familienfotos.

Kleiner Spaziergang im Park

Nachdem also Kind und Kegel geschnappt sind, verlassen wir die Kita und machen noch einen kleinen Spaziergang im Park um die Ecke.

Ich folge den beiden und beobachte ihr vertrautes Miteinander. Händchen halten, kuscheln, Späße machen. Und dann muss natürlich auch die Gegend erkundet werden: vorbeigehende Hunde anstarren, über Vögel und Wolken staunen, Tannzapfen einsammeln und ab in den Rucksack damit. Ich darf auch ein paar hineinwerfen. 🙂

Zurück nach Hause

Nach vielleicht 20 Minuten geht es zurück zum Auto und wir fahren nach Hause. Erstmal wickeln und Hände waschen, dann kann der Spielnachmittag starten: Bücher werden rausgekramt und vorgelesen, Türme mit Bauklötzen gebaut, zwischendurch schweift der Blick immer wieder durchs Fenster nach draußen, wo die Sonne lacht.

Während Mama und Tochter beschäftigt sind, widme ich mich auch den kleinen Details im Kinderzimmer: der aufgemalten Sonne auf dem Wandspiegel, den kreuz und quer liegenden Spielsachen und dem Nilpferd, das aus dem Jutekorb guckt.


Nach einer Weile gesellt sich noch eine tierische Mitbewohnerin zu uns ins Kinderzimmer: eine schwarze Katze mit wunderschönem, weichem Fell. So eine hübsche Miezi. Meine Kundin ist ganz überrascht, dass sie sich hergetraut hat, denn normalerweise mag sie fremde Menschen wohl gar nicht, sagt sie. Ich muss grinsen und freue mich stattdessen über das Fellknäuel, das um mich herumstreift und sich halb unter meinem Kleidersaum versteckt.

Irgendwann nagt der Hunger an Mama und Tochter. Also ab in die Küche, Kind auf der Arbeitsplatte abgesetzt und Banane geschält. Dann bisschen auf dem Balkon das Treiben beobachten und mal unter den Küchenschränken nach dem Rechten schauen. 😀 Die bunten Sticker am Geschirrspüler sind allerdings auch sehr interessant. Damit üben sie immer gemeinsam, dass alle Gefühle gleich wichtig sind, erfahre ich.

Und dann geht’s nochmal ins Kinderzimmer zurück. Ein bisschen malen, Bücher angucken und zum krönenden Abschluss Toben auf dem Bettchen. Also für mich war es der krönende Abschluss, denn die Maus ist jetzt richtig aufgekratzt und lacht in einer Tour. So ein Kinderlachen ist sehr ansteckend, oder?

Schlussgedanken

Was war das für ein wundervoller Nachmittag, den ich da begleiten durfte. Für Mama und Tochter war es wahrscheinlich ein Nachmittag wie jeder andere. Nichts Besonderes. Aber gerade das sind die kostbarsten Momente überhaupt. Oft wird uns das erst viel später bewusst. Und wie schön ist es, wenn wir dann Familienfotos von diesen ganz normalen Tagen haben.

Mit vielen Fotos und vollem Herzen verabschiede ich mich von Mama, Tochter und Miezi und fahre glücklich nach Hause. In der Tram wird mir wieder das Privileg bewusst, für einen Augenblick ein Teil eurer Familie sein zu dürfen.

Wenn du jetzt auch Lust bekommen hast, eure ganz persönliche Familiengeschichte in Berlin festzuhalten, schreib‘ mir einfach! Ich freue mich auf euch! Du brauchst noch mehr Inspiration? Dann schau gern mal in mein Portfolio!

Und falls du dich gefragt hast, warum das Gesicht der Kleinen gar nicht zu sehen ist, lies gern hier weiter.

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